Hyazinth-Ara – sein blaues Gefieder ist unglaublich beeindruckend

Der Hyazinth-Ara wird auch Blauara genannt und ist wegen seiner Farbe eine beeindruckende Erscheinung. Der Steckbrief stellt die den Papagei in der Kurzübersicht vor.

Der Hyazinth Ara sticht einfach sofort ins Auge. Er ist ein großer kräftiger Papagei mit einem kräftig blauen Federkleid. Obgleich er bis zu 100 cm groß wird, ist er ein wahres Leichtgewicht mit knapp 1,6 Kilogramm.


Größe

Bis 100 cm

Gewicht

1,5 – 1,7 Kilogramm

Geschwindigkeit

Bis 55 km/h

Lebenserwartung

40 bis 50 Jahre

Nahrung

Früchte und Nüsse

Feinde

Stinktiere, Krähen und Tukane

Lebensraum

Bolivien, Brasilien

Ordnung

Papagei

Merkmale

Blaues Federkleid, gilt als der größte Papagei

Ein Schnabel wie Stahl

Der Schnabel des Hyazinth Ara ist seine wohl gefährlichste Waffe, denn dieser ist enorm groß, spitz und groß. Es ist für den Vogel ein Leichtes, eine Nuss mit ihm zu teilen, dabei fallen die glatten Kanten auf. Somit ist ein Schnabel ein richtiges Schneidewerkzeug. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass der Schnabel eine Beißkraft von 250 kg hat. Damit könnte man einen Besenstiel ohne Probleme durchteilen.

Obgleich er so gefährlich wirken mag, ist der Hyazinth-Ara ein sanfter Riese. Er hat ein ausgeglichenes Wesen und zählt zu den geduldigen Vögeln.

Der Papagei beweist Köpfchen

Man meint vielleicht, dass der imposante Vogel mit seinem Schnabel alles schafft, doch dem ist nicht so. Manchmal braucht es eine andere Taktik und hier wurde beobachtet, dass der Papagei auch seinen Kopf einsetzen kann. Er nutze einfach Werkzeug, wenn er eine Nuss nicht knacken kann. Man konnte beobachten, wie Hyazinth Aras ein keilförmiges Holzstück zum Öffnen einer Nuss benutzten. Dabei wurde die Nuss vorher in ein Blatt gewickelt, damit sie nicht wegrollt. Nur Tiere mit hoher Intelligenz nutzen Werkzeuge als Hilfsmittel.

Es mag lustig aussehen, doch der Papagei hängt auch ganz gerne einmal kopfüber vom Ast, denn so kommt er besser an leckere Beeren heran.

Hyazinth-Ara: Die Art ist bedroht

Wie so viele schöne Wildtiere zählt auch der Hyazinth-Ara zu den bedrohten Tierarten. Sein Lebensraum wird immer kleiner, weil Wälder gerodet werden. Auch wegen seines Federkleides ist er bedroht, weil die schönen Federn gerne für Schmuck verwendet oder an Touristen verkauft werden. Ebenso wird er eingefangen, weil er ein beliebtes Haustier ist. In Deutschland darf man ihn deshalb nur mit einer Genehmigung halten. Er zählt zu den seltenen Tieren.

Ein Paar, das sich gefunden hat, bleibt ein ganzes Leben zusammen. Dabei brühten die Papageien einmal im Jahr und ein Gelege hat ein bis zwei Eier. Der Schlupf erfolgt nach knapp 29 Tagen und erst nach 6 Monaten sind die Vögel flügge. Die Nestpflege übernehmen beide Elternteile liebevoll.

Lediglich während der Paarungszeit ziehen sich die Vögel zurück. Wenn diese vorbei ist und die Jungtiere flügge sind, halten sich die Papageien am liebsten in einer Schar mit anderen Aras auf, denn sie sind sehr gesellig und kommunizieren auch lauthals miteinander.

Das Geschäft mit dem Hyazinth Ara

Für einen Hyazinth Ara zahlen Menschen bis zu 30.000 Euro und er ist nicht nur wegen seiner Schönheit, sondern auch wegen seines sanften Wesens sehr beliebt. Leider werden sie in viel zu engen Käfigen gehalten und Freiflug kennen sie meist nicht. Ein Vogel dieser Größenordnung leidet bei reiner Käfighaltung. Zudem sind viele dieser Papageien keine Nachzuchten, sondern aus der Wildnis gefangene Tiere. In Gefangenschaft kann der Vogel sogar bis zu 90 Jahre alt werden. Somit führt er ein langes und meist trauriges Dasein.

Viele Halter haben auch nur einen Papagei dieser Art, was am hohen Preis und natürlich an der Größe liegt. Doch der Hyazinth-Ara benötigt einen Partner, mit dem er sein Leben verbringen kann. Er ist ein geselliges Tier, das nicht in Gefangenschaft leben möchte.

Es gibt an Halter Anforderungen, die besagen, dass eine Voliere mindestens die Maße 8 x 3 x 3 Meter haben muss. Zudem braucht der Vogel eine hohe Luftfeuchtigkeit und es darf nie kälter als 10 Grad sein. Dies allein zeigt schon, wie schwer es ist, einen Hyazinth-Ara wirklich artgerecht zu halten. Er muss die Möglichkeit des Freifluges haben.

Überlegst du dir die Anschaffung eines Papageis, so wähle nicht den Hyazinth Ara. Lass ihm seine Freiheit und unterstütze Wilderer nicht dabei, die Vögel zu fangen. Selbst Nachzuchten solltest du nicht kaufen, denn die Anforderungen der Haltung sind nicht ohne und so viel Platz haben nur die wenigsten Menschen zur Verfügung.

10 Fakten zum Hyazinth Ara

Hier sind 10 Fakten zum Hyazinth-Ara:

  1. Der Hyazinth Ara (Anodorhynchus hyacinthinus) ist ein in Südamerika endemischer Papagei aus der Gattung der Blauaras (Anodorhynchus).
  2. Mit einer Länge von bis zu einem Meter und einem Gewicht von bis zu 1,3 kg ist der Hyazinth-Ara der größte flugfähige Papagei der Welt.
  3. Der Hyazinth Ara hat ein einheitlich kobaltblaues Gefieder und eine leuchtend gelbe unbefiederte Haut um die Augen und am Unterschnabel.
  4. Die Großpapageien sind derzeit noch in drei Gebieten Brasiliens anzutreffen. Die größte Population gibt es jedoch in den Feuchtgebieten des Pantanal.
  5. Hyazinth-Aras bevorzugen Landschaften, die dem Auwald ähnlich sind, sogenannte Várzeas, sowie Savannen und Randgebiete des Regenwaldes.
  6. Hyazinth-Aras ernähren sich fast ausschließlich von den harten Samen einiger endemischer Palmengewächse wie Attalea und der Macauba-Palme.
  7. Hyazinth-Aras leben monogam und bleiben ein Leben lang zusammen.
  8. Zwischen Juli und Dezember nisten die Brutpaare in großen Baumhöhlen, insbesondere von Manduvi-Bäumen oder Stinkbäumen. Das Gelege umfasst normalerweise zwei Eier.
  9. Der Bestand erwachsener Hyazinth-Aras lag im Jahr 2016 bei weniger als 4.300 Tieren, was dazu führte, dass sie seitdem als „gefährdet“ auf der roten Liste gefährdeter Arten des IUCN geführt werden.
  10. Der Hyazinth Ara wird durch illegalen Wildfang und den Verkauf als Haustier, die Ausbreitung menschlicher Siedlungen und Brandrodung bedroht.